Dr. Kerstin Hoffmann ruft zur Blogparade auf: Mit welchen ungewöhnlichen Aktionen machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Oder was raten Sie Ihren Werbe-, PR- und Marketingkunden? Teilen Sie Ihre ungewöhnlichsten Erfahrungen mit anderen!
Hier mein Beitrag:
Trampelpfade verlassen
Trampelpfade verlassen, heißt andere Wege als alle andere zu gehen. Das heißt auch Prozesse intern wie extern ständig auf den Prüfstand zu stellen mit dem Anspruch jeden Tag ein bisschen besser zu werden!
Verrückt zu sein, spleenige Ideen umzusetzen, Guerilla-Marketing einzusetzen – davon träumt wohl jeder.
Auch ich träume davon. Meine Guerilla-Idee mit einer Stundentenschar, die auf einer Baufachmesse in peppiger Kleidung invasionsartig auflaufen und im 15-Sekunden-Takt „Eberle Bau, wertstabil sanieren“ rufen sollten, kam nicht auf fruchtbaren Boden.
Es blieb einfach nur bei der Idee. Warum? Ich glaube, Guerilla-Marketing hat einen wahnsinnigen Überraschungs- oder „Haschereffekt“, dem die nachhaltige Werbewirkung fehlt.
Bei meiner Guerilla-Aktion hätte das massive Auftreten dieser lautstarken Studententruppe sicherlich ein durch die Halle gehendes Raunen verursacht und für eine kurze aufschwappende Begeisterungswelle gesorgt. Aber was wäre, wenn einer dieser Messebesucher bauen oder sanieren wollte? Würde er sich unserer Firma entsinnen?
Aus diesem Grunde halte ich für unser Gewerk stetig angelegte Aktionen für vorteilhafter wie Aufsehen erregende Einmalaktionen.
Menschen, die ihr gespartes Geld in eine Bausache investieren, brauchen Vertrauen zu dem Handwerksunternehmen ihrer Wahl. Und das erlangt man grob mit drei Maßnahmen, die aber nicht „hoppla-die-hopp“ fruchten, sondern einen längeren Atem benötigen:
- exzellenter erster Eindruck
- exzellente Ausführung
- exzellenter letzter Eindruck.
Oder mit anderen Worten ausgedrückt: Bei jedem Kundenkontakt zu Hochform auflaufen.
Wertstabilität vor Ideengau
Unser Claim heißt „Eberle Bau – wertstabil sanieren.“ Dahinter steht nicht nur eine wertstabile Ausführung, sondern auch ein Wertekonzept, das von Verlässlichkeit, Sauberkeit, Sicherheit, Wertschätzung und Herzlichkeit geprägt ist.
Aus diesem Grunde stehen bei uns nicht die einmaligen „Blitzlicht-Aktionen“ hoch im Kurs, sondern die vielen Kleinigkeiten des täglichen Handwerkslebens, die ein „aha“, „oho“ und manchmal ein „wow“ hervorrufen.
Und so gehen wir diese Selbstverständlichkeiten an:
Anders aufmerksam machen
Früher waren Ausschreibungen das A und O für den Auftragszuschlag. Heute sind individuelle (freihändige) Auftragsvergaben interessanter. Doch die Wege zu Interessenten und Erstkunden sind auch andere. Die Antwort auf ein Mailing noch vor 10 Jahren hieß in der ausschreibungsorientierten Baubranche: Brauchen wir nicht.
Heute sind die Wege zur Kundengewinnung direkter und frischer. Das macht meine Mailing-Ostern-Aktion deutlich, indem ich unsere Interessenten und Stammkunden für die Inflationsgefahr sensibilisierte. (siehe Foto).
Herzlicher Erstkontakt
Jeder erste Eindruck zählt, so heißt es und so ist es auch. Neben der guten Erreichbarkeit werden unsere Kunden bevorzugt bedient. Denn für jeden Kunden ist sein Projekt gerade das Wichtigste in seinem Leben. Das muss jeder Mitarbeiter verinnerlichen, um sich mit jedem Anliegen intensiv und individuell auseinanderzusetzen.
Der Kunde ruft nicht aus „Jux und Dollerei“ an, er hat meist ein konkretes Anliegen und möchte schnell, unkompliziert zu Potte kommen. Und das bekommt unser Kunde: Er wird freundlich, zuvorkommend und fachkompetent bedient. Gerne helfen wir den Kunden bei bürokratischen Aktionen wie Anträge ausfüllen, Kontakt mit dem Versicherer usw.
Und jeder Anruf, der beim Kunden ein Lachen oder Lächeln erzeugt, macht das Gespräch gleich doppelt sympathisch. Auch wenn keine wirkliche Arbeit für Eberle raus springt, ein beflügelndes Gespräch mit einem Extra-Tipp für den Anrufer ist das Mindeste.
Vor-Ort-Termin ist nicht gleich Vor-Ort-Termin
Es ist schon manchmal eine Schande, wie lange ein Bauherr auf einen Vor-Ort-Termin warten muss und womöglich noch versetzt wird. Das ist bei Eberle Bau ein absolutes No-Go – das geht überhaupt nicht.
Das empfinden wir als gering schätzend und unehrlich: Soll doch der Handwerker gleich sagen, er hat keine Zeit.
Ein zeitnaher Vor-Ort-Termin ist Pflicht- und Ehrensache. Mit gezielten Fragen klären wir den konkreten Baubedarf, was sich in einem individuellen angefertigten Angebot wiederspiegelt.
Ausführung mit herzlichem Biss
Bauen ist eine knochenharte Arbeit und muss perfekt vororganisiert werden, damit der Bauablauf wie am Schnürchen läuft. Noch eine so gute Vordisposition und Baustellenvorbereitung wirft manches Bauvorhaben über den Haufen, weil der Bauherr plötzlich seine Wünsche ändert oder der Baugrund von minderer Bodenqualität ist.
Hier gilt es vor Ort die Nerven zu bewahren, gelassen zu bleiben und den Bauherrn mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Wer in kritischen Situationen ein Lächeln über seinen Mund zaubern kann, der bleibt als sympathischer Baubegleiter bestens in Erinnerung. Wir tun alles, damit unsere Bauherren von A-Z die Firma Eberle Bau sympathisch in Erinnerung behalten.
Eberle Bau bloggt
Auch der neue Service-Blog setzt andere Maßstäbe: Wir suchen den Kontakt zu unseren Kunden, wir möchten wissen, was den Kunden bewegt.
Außerdem will der Kunde ja auch wissen, wer wir sind, was wir tun, wofür wir stehen, was uns bewegt.
Mit dem Blog gewinnt der Kunde einen Eindruck über und von uns. Mitunter hilft das im Auswahlprozess einer höheren Bau-Investitionssumme
[...] Heike Eberle in Service im Handwerk: Trampelpfade verlassen [...]
Pingback von Blogparade: Diesseits der Trampelpfade – ungewöhnliche Werbe- und PR-Aktionen | PR-Doktor. Das Kommunikationsblog — 9. Juni 2010 @ 09:29