Service im Handwerk

22. Februar 2010

Pünktlich sein.

Abgelegt unter: Allgemein — heike.eberle @ 12:50

Wie sieht es aus mit Ihrer Pünktlichkeit? Sind Sie immer pünktlich? Nehmen Sie es mit der Pünktlichkeit genau? Oder meinen Sie, ein paar Minuten, das macht ja nichts! Pünktlich zu sein ist ein Gebot für das Geschäft. Denn Unpünktlichkeit ist ein Angriff auf das Zeitkonto des Gegenübers.

Mehr als 5 Minuten Wartezeit sind nicht drin
Nach neuesten Umfragen für das Magazin “Readers Digest” halten nur 1/3 der Menschen eine Verspätung von 15 Minuten für gerade noch akzeptabel. Eine Wartezeit von einer halben Stunde ist für die meisten nicht mehr hinnehmbar.

Vor allem Ältere legen großen Wert auf Pünktlichkeit. Nur 4 Prozent nehmen eine Wartezeit von 30 Minuten und mehr in Kauf, während sich bei den 30-bis 39Jährigen 15 Prozent toleranter geben.

Zudem besteht ein Nord-Süd-Gefälle: In Brandenburg bringt eine Verspätung die Wartenden seltener auf die Palme als etwa in Bayern.

Überrascht Sie das? Nehmen Sie Ihre Termine ernst. Denn wenn Sie das nicht tun, wird man mit Ihnen ähnlich umgehen - und das bringt Ihr Terminkalender völlig durcheinander. Dann herzlich willkommen im Terminchaos.

18. Februar 2010

Was das Kundenherz höher schlägen lässt!

Abgelegt unter: Allgemein, kundenorientiert, wertschätzend — heike.eberle @ 10:25

Inspiriert durch den unternehmenskick-Blog hier ein paar Beispiele, was mein Herz höher schlägen lässt:

Beim Friseur: Immer hatte ich einen Horror vor dem Haarewaschen - Kopf nach hinten über das Waschbecken legen. Warum? Mein Hals ist sehr schmal und ich hatte einmal Schleudertrauma. Neulich hat das eine Friseuse endlich bemerkt  (ich hatte über die ganzen Jahre nie den Mut gehabt etwas zu sagen) und schiebt  ein zusätzliches Teil zwischen Waschbecken und meinem Teil. Das hat das Haarewaschen echt angenehm gemacht.

Beim SB-Bäcker:
Tablett genommen. Snack aus Theke aufs Tablett gelegt. Weiteres Brot aufs Tablett gelegt. Zack! Das Tablett fliegt samt Snack + Brot auf den Boden. Und jetzt kommt’s: Der Filialleiter kommt mit eiligen Schritten auf mich zu: “Machen Sie sich keine Sorgen”, räumt alles schnell weg und besorgt mir ein neues Tablett.

Im eigenen Betrieb: Anruf durch Telekommunikationsfirma: “Ist alles bei Ihnen in Ordnung?” Als Nummer 10.201 habe ich Dampf abgelassen, was nicht so richtig läuft. Nochmals erstaunlich, aber wahr: Das war ein freiwilliger Anruf ohne Aufforderung, ohne Hintergedanken - einfach nur nett angefragt.  Der Kunde denkt: Wahnsinn, die haben an mich gedacht, die nehmen mich ernst und wollen mich als Kunden zufrieden stellen.

Ist es nicht einfach, Kunden zufriedenzustellen?

11. Februar 2010

Blind und taub!

Abgelegt unter: Allgemein — heike.eberle @ 11:08

lauscherohrenKennen Sie das? Sie sitzen einem Finanzberater gegenüber und es findet im wahrsten Sinne des Wortes kein Gespräch statt. Er labbert sie mit tausend Dingen voll, von denen sie nichts verstehen, und am Ende des Gespräches sitzen Sie hilflos und völlig ausgesaugt da:  Das ellenlange Gespräch hat Sie keinen Deut weiter gebracht.

So oder so ähnlich geht es hier in Deutschland nicht selten zu. Es finden “Kunden”gespräche statt, die außer verlorene Zeit sonst nichts bringen: Für den Kunden und den Berater nicht. Schade. Dabei ist es gar nicht so schwer, wenn man sich mit dem Kunden etwas näher beschäftigt.

Beim Kundengespräch geht es ausschließlich um den Kunden, um sonst nichts anderes. Der Kunde steht mit seinem Anliegen im Fokus. Er möchte etwas kaufen, eine Dienstleistung in Anspruch nehmen.
Was will er? Warum will er? Was sind seine Wünsche und Bedürfnisse?

Fragen über Fragen
Mit Fragen kommen Sie im Kunden-Zielhafen an. Mit richtigen Fragen zum richtigen Zeitpunkt gelingt es das Kundenanliegen in den Mittelpunkt zu stellen. Klar ist natürlich, dass Sie auf die Kundenanfragen auch eine Antwort haben sollten - aber das dürfte Ihnen als Experte ja nicht schwer fallen. Manchmal wird es schwer, wenn Sie auch mit Fragen nicht weiterkommen. Nämlich dann, wenn der Kunde nicht genau weiß, was er will. Dann hilft nur eines: Lauschohren stellen und zu- bzw. hinhören.

Lauschohren helfen weiter
Spitzen Sie Ihre Lauschohren! Nehmen Sie wahr, wie sich der Kunde verhält. Eine in Falten gelegte Stirn lässt mangelnes Verständnis beim Kunden vermuten. Fragen Sie Ihren Kunden, wenn der Kunde sich nicht traut, nachzuhaken. Gehen Sie auf die Sorgen und Ängste Ihrer Kunden im besonderen Maße ein. Sehen Sie sich als Kunden”psychiater”, der gerne für seine Kunden da ist, nicht nur in fachlicher Hinsicht.

Und noch ein Abschlusstipp
Wenn Sie mit Hausaufgaben nach Hause fahren, dann machen sie die bitte zeitnah, nicht erst 1/2 Jahr später.  Wenn der Kunde zwischenzeitlich nachhaken muss, dann spricht das nicht für Sie. Dann sieht das so aus, als sei die Sache für Sie nicht wichtig und ernst genau.

Für Sie gibt es aber nur eines, was Ihr Geschäft erfolgreich macht: Der Kunde!

9. Februar 2010

3mal undicht ist 3mal zuviel!

Abgelegt unter: kundenorientiert, verlässlich sein — heike.eberle @ 08:34

Völlig aufgebracht brüllt ein Bekannter in mein Ohr:  “Kennen Sie nicht einen zuverlässigen Handwerker, der mein Spülkasten endlich in Ordnung bringen kann? Mit dieser Firma habe ich es jetzt leid:
die kommen nicht wie vereinbart und brauchen drei Anläufe, um diesen poppligen Spülkasten zu begutachten. Das Ende vom Lied: Der Spülkasten ist nach drei Begutachtungen immer noch undicht. Wo sitzen denn die Experten, die es schaffen, diesen Spülkasten innerhalb meiner Mittagspause wieder in Gang zu bringen?”

Die undichten Stellen sitzen woanders
Mit diesen Worten wendet sich der Bekannte an mich.  Ich bin sprachlos. Meine Antwort: Die undichten Stellen sitzen nicht bei Ihnen, sondern bei dieser Firma. Schlechte Koordination, schlechter Kommunikation, schlechter Informationsfluss, schlechter Kundenumgang.  Die bräuchten dringend eine Schulung! Denn, was dort abgeht, ist Kundenvernichtung pur: 3mal undicht ist nämlich mehr als 3mal zuviel.

Der Sog von Negativgeschichten
Diese unglaubliche Geschichte wird nämlich 30mal weitererzählt - und das tut dem Firmenimage in keinster Weise gut. Mit diesem Beispiel lässt sich sehr gut zeigen, dass sich solche “Eskapaden” gar nicht lohnen. Mit diesen Mitteln treibt sich eine Firma selbst in den Ruin. Mein Bekannter aus obigem Beispiel wird als Kunde weg sein. Fraglich ist, ob er der Firma seinen Ärger überhaupt mitteilt. Wahrscheinlich nicht. Dem ist das viel zu blöd, sich mit dieser Firma weiter auseinanderzusetzen. Bei den Erlebnissen kann ich das auch mehr als verstehen.

Ein verlorener Kunde kostet mehr als nur ein Spülkasten
Das sollten Sie sich immer klar machen: Ein unzufriedener Kunde ist manchmal ganz still weg. Er sagt nichts, man hört nichts mehr von ihm. Und diesen Kunden zu ersetzen, kostet mehr als ein Spülkasten!


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